Angesicht des derzeitigen politischen Klimas spricht sich die Autorengruppe PD. Dr. med. Nicolai Savaskan, Dr. med. Frank Kunitz und Vorstandsvorsitzender Prof Dr. Dr. med. René Gottschalk der DGBÖB gemeinsam mit Dipl.-Geogr./M.Sc. Alexandra Roth, Institut für Gesundheitswissenschaften, Universität zu Lübeck in einem Diskussionspapier für eine ethische Krisenvorsorge der fast 400 Gesundheitsämter in Deutschland aus.
Sie schlagen vor in einer tiefgreifenden organisatorischen Reform die Gesundheitsämter (1) aus der kommunalen Verwaltungsstruktur herauszulösen und (2) in Körperschaften des öffentlichen Rechts zu überführen.
Zentral ist dabei mit dieser Organisationsform eine effiziente Erfüllung hoheitlicher ärztlicher Aufgaben unter Einhaltung des medizinisch-ethischen Handelns zu ermöglichen, jedoch unabhängig von politischen Vorgaben und Restriktionen.
Nach Darstellung der Autoren:innen ist das Ziel, die Unabhängigkeit der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern vor den nächsten Bundeswahlen 2025 sicherzustellen – wie dieses §1 der Bundesärzteordnung vorsieht.
Individual- und bevölkerungsmedizinische Entscheidungen von Ärztinnen und Ärzten in den Gesundheitsämtern müssen gegenüber menschenentwertenden populistischen Regierungen widerstandsfähig gemacht werden. Nur so lässt sich die gesundheitliche Daseinsvorsorge für alle Menschen in gleicher Weise von den Gesundheitsämtern gewährleisten.
Den ganzen Beitrag zu Diskussion finden Sie hier: https://magazin.aekb.de/alltag-praxis/nie-wieder-in-gesundheitsaemtern
