Das Gesundheitsamt Frankfurt setzt sich kritisch mit der Rolle der Medizin und insbesondere der Bevölkerungsmedizin während der Nazizeit und des Holocaust auseinander. Auf einer öffentlichen Veranstaltung soll aufgezeigt werden, wie sich Angehörige der Gesundheitsberufe an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt haben und daher heute eine besondere historische Verantwortung tragen.
Angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und dem Wiedererstarken menschenverachtender Ideologien in Deutschland diskutieren der Jurist und Publizist Prof. Dr. Michel Friedman und der Medizinhistoriker Prof. Dr. Volker Roelcke darüber wie die Bevölkerungsmedizin diesen Tendenzen widerstehen und resilienter gemacht werden kann.
„Alle Menschen haben einen Anspruch auf Gesundheitsversorgung. Es muss zukünftig garantiert sein, dass alle Menschen, die sich in Deutschland aufhalten, von den Gesundheitsämtern beraten, versorgt und geschützt werden“, sagt der Jurist und Publizist Prof. Dr. Michel Friedman.
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Gesundheitsämter müssen nachhaltig auf den Schutz der Menschenrechte und der Sicherstellung der Würde jedes Einzelnen ausgerichtet sein.
Veranstaltung
Resilient in die Zukunft. Wie der Öffentliche Gesundheitsdienst aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen kann
19. November 2024, 16:30-18.30 Uhr
Gesundheitsamt Frankfurt, Auditorium
Programme
Begrüßung StRin Elke Voitl
Einführung PD Dr. Peter Tinnemann
Ergebnisse der LANCET Kommission – in Bezug zur Bevölkerungsmedizin
Prof. Dr. Volker Roelcke, Universität Gießen
Statements: Bevölkerungsmedizin heute & zukünftig
Dr. Kristina Böhm, Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdiensts e.V. (BVÖGD)
Prof Dr. Dr. Gottschalk, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Öffentliche Gesundheit und Bevölkerungsmedizin (DGÖGB)
Prof. Dr. Michel Friedmann, Jurist, Autor & Philosoph
Podiumsdiskussion
Jacqueline Bank, Response Beratungsstelle
Prof. Dr. Volker Roelke
Prof. Dr. Michel Friedmann
Moderation: PD Dr. Peter Tinnemann
Diskussion mit Publikum
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich: gesundheitsamt@stadt-frankfurt.de
